Ziele erreichen

Wie Sie Ziele erreichen

Viele Menschen meinen, dass Ziele eine Sache von rationalem Denken sind. Also eine Sache des Verstandes. Andere wiederum sind der Meinung, dass es die Emotionen sind, die uns beim Erreichen unserer Ziele fördern oder hindern. Was aber ist letztendlich wirklich dafür verantwortlich, wenn wir unsere Ziele erreichen?

Ziele erreichen

Ziele klar formulieren

Ziele, die Sie konkret und spezifisch formulieren, wirken besonders leistungsfördernd und erhöhen die Zufriedenheit. Sagen Sie also besser „Erhöhen Sie den Umsatz bis Jahresende um 10 Prozent“ statt „Geben Sie Ihr Bestes“. Diese Erkenntnis haben wir dem Psychologen Edwin A. Locke zu verdanken. Er führte dazu bereits in den 1960er Jahren zahlreiche Befragungen unter Arbeitnehmern durch.

Warum lassen sich konkrete Ziele besser erreichen als allgemein formulierte? Je genauer die Formulierung desto stärker richtet sich die Aufmerksamkeit auf das Ziel. Zudem können Sie konkret formulierte Ziele besser überprüfen und bei Bedarf korrigierend eingreifen. Die Folge ist, dass durch die starke Aufmerksamkeit und die bessere Überprüfbarkeit sowohl die Motivation als auch das Durchhaltevermögen gefördert werden.

Ziele und die Abhängigkeit von der Intelligenz

Die allgemeine Intelligenz definiert zum Beispiel die Schnelligkeit und Effektivität der Informationsverarbeitung im Gehirn. Die bereichsspezifische Intelligenz hingegen definiert das Wissen aus unterschiedlichen Bereichen und seine Verfügbarkeit. Anders ausgedrückt: Jemand verfügt über eine hohe allgemeine Intelligenz, wenn er schnell denken und Probleme schnell identifizieren kann. Um aber mit einem identifizierten Problem fertig zu werden, sollte er auch über ein umfangreiches Expertenwissen verfügen. Interessant daran ist jedoch, dass ein umfangreiches Expertenwissen durchaus die Fähigkeit zum schnellem Denken ausgleichen kann. Andererseits aber eine hohe allgemeine Intelligenz durchaus dazu beitragen kann, die Aneignung von Expertenwissen zu vereinfachen. Zusammenfassend kann man sagen: Ein intelligenter Mensch ist jemand, der schnell sieht, was Sache ist. Ebenso schnell fällt ihm ein, was zu tun ist, damit er seine Ziele ereichen kann.

Motive und Ziele müssen übereinstimmen

Es gibt viele bewusste und unbewusste Instanzen in unserem Gehirn, die bei der Entscheidungsfindung mitwirken. Dabei treten die Instanzen mit ihren jeweiligen Argumenten in einen Wettbewerb. Bemerkenswert ist allerdings, dass sich unser Bewusstsein diese Entscheidung alleine zuschreibt. Man könnte also fast meinen, dass unser Bewusstsein ein Marketinggag der Evolution ist, damit wir glauben, dass wir Entscheidungen bewusst treffen.

Bei allem, was wir tun, gibt es jedoch eine Grundbedingung: Unser Handeln muss in Einklang mit unserem emotionalen Erfahrungsgedächtnis stehen. Wir müssen nämlich mit dem, was wir tun, leben können! Und weil das so ist, hat unser emotionales Erfahrungsgedächtnis immer das erste und letzte Wort. Mit anderen Worten: Was wir tun, muss im Spiegel unserer bewussten und unbewussten Lebenserfahrung plausibel und gerechtfertigt erscheinen. Können wir dies auf Dauer nicht, so werden wir psychisch krank. Es ist also unbedingt erforderlich, dass unsere unbewussten Motive und unsere bewussten Ziele übereinstimmen. Nur dann sind wir zufrieden, leistungsfähig und können unsere Ziele erreichen.

Ziele, Motive und Motivation

Sowohl positive als auch negative Gefühle sind mit der Ausschüttung bestimmter Substanzen im Gehirn verbunden. Über die Ausschüttung kann man relativ genaue Rückschlüsse auf den Affekt- und Emotionszustand von Personen ziehen. Hinzu kommen körperliche Signale wie Herzschlag und Atemfrequenz, Zittern der Hände oder ein trockener Mund. Aus all diesen messbaren Komponenten lässt sich das Grundprinzip der Motivationsentstehung erklären: Motivation entsteht dann, wenn unser Gehirn bestimmte Ereignisse in der Umwelt oder im eigenen Körper registriert und dann unser Verhalten steuert.

Besonders interessant ist, dass uns nicht das eigentliche Erleben von positiven Gefühlen motiviert. Genauso wenig wie das Erleben, negative Gefühle vermieden zu haben. Es ist vielmehr das Streben nach diesen Zuständen. Was uns motiviert ist die also die Vorstellung davon, wie wir uns auf dem Weg zur Erreichung eines Zieles fühlen. Nicht aber das Ziel selbst!